Starke Wurzeln

Für und mit Menschen BEWAHREN wir unsere Wurzeln…

1857 begründete der Priester David Fuchs am bestehenden Wallfahrtsort mit seinem „Heiligen Bronnen“ das Kloster Heiligenbronn als Schwesterngemeinschaft des Dritten Ordens des Hl. Franziskus. Die Zeit war geprägt von Verarmung und Verwahrlosung. David Fuchs setzte sich vor allem für Kinder ein, die diese Not am härtesten traf. Ohne eigenes Kapital, mit „unverschämtem Gottvertrauen“ und rastloser Energie baute er – mit anfangs fünf Schwestern – die „Kinderrettungsanstalt“ und die Schwesterngemeinschaft auf.

Der Gründungsauftrag, das Evangelium zu leben und sich für die armen, behinderten und benachteiligten Menschen einzusetzen, bleibt bis heute lebendig. Bildung, Arbeit und Heimat wurde vielen gehörlosen, blinden und verwaisten Menschen gegeben. Dienst taten die Schwestern aber auch in vielen Gemeinden, wie z.B. in Kindergärten, in der Pflege von alten und kranken Menschen in der Familie, in Einrichtungen der Erholung und Rehabilitation sowie in religiösen Begegnungen, Besinnungstagen und Exerzitien. 

Im Vertrauen auf Christus und inspiriert von Franz von Assisi übergaben die Schwestern 1991 ihr Vermögen der neu gegründeten Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn. Damit werden nun die umfangreichen caritativ sozialen Aufgaben in einem eigenständigen, modernen Sozialunternehmen fortgesetzt und zeitgemäß weiterentwickelt. Vor diesem Hintergrund hat die heutige Stiftung St. Franziskus ihr franziskanisches Profil beibehalten. Unter „franziskanisch“ verstehen wir eine weltoffene Grundeinstellung zum Leben und zu den Menschen. Die Franziskanerinnen von Heiligenbronn und die Stiftung St. Franziskus sind jeweils rechtlich eigenständig, jedoch bis heute durch ihr gemeinsames Anliegen eng miteinander verbunden. Die Stiftung und Heiligenbronn mit Kloster sehen wir als Ort, an dem Menschen ankommen können und Unterstützung erfahren. Der „Heilige Bronnen“ ist dabei für uns ein Zeichen für die Quelle des Lebens und der Zuversicht, um miteinander das Leben zu gestalten und das Gute in unserer Gemeinschaft zu stärken. 

Unsere Werte – Ein Fundament

Unser Namensgeber Franz von Assisi regt uns zum Nachdenken, zum genauen Hinschauen und Hinhören an. Sein Leben ermutigt uns unseren Auftrag phantasievoll zu erfüllen und auch mutig neue und unerprobte Wege zu gehen, um Menschen zeitgemäß in ihrer Selbstbestimmung zu stärken und Perspektiven zu schaffen. 

Die Gemeinsamkeit und die Qualität des Handelns sind entscheidend. In unserer Stiftungsgemeinschaft hat somit jeder Platz, der bereit ist, im Sinne dieses Menschenbildes und der hier skizzierten Werte die Würde jedes Menschen zu achten.

Wir sind im Alltag im Gespräch über diese Werte, geben uns Rückmeldungen und bemühen uns um eine verbindende Stiftungskultur. Dass uns dies nicht jeden Tag gleich gut gelingen wird, ist uns bewusst und Ansporn. Als ergänzende Orientierung haben wir unter anderem Wegweiser für eine gemeinsame Arbeitskultur sowie Wegweiser für gute Führung entwickelt. 

UNSERE BASIS / UNSERE WERTE
Christliches Menschenbild

Unser Handeln basiert auf dem Glauben, dass jeder Mensch einzigartig ist und von Gott geliebt wird, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder seinem Aussehen. Wir respektieren das Leben in all seinen Formen und Phasen und setzen uns gegen alles ein, was Menschen schadet. Wir betrachten den Menschen als Ganzes – Körper, Geist und Seele. Mit unseren Angeboten möchten wir jedem Menschen gerecht werden. Gesellschaftliche Tendenzen, die sich gegen Menschen richten, verpflichten uns zur Auseinandersetzung und zum entschiedenen Handeln. 

UNSERE BASIS / UNSERE WERTE
Vertrauen in Gott & Menschen

Wir wissen uns – auch in Krisen und herausfordernden Situationen – nicht allein. Wir vertrauen auf Gott und darauf, dass sich die Dinge zum Guten wenden werden. Wir bewahren uns ein konstruktives wohlwollendes Denken und ein hoffnungsvolles engagiertes Handeln. Mit dem Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten bringen wir uns in die anstehenden Aufgaben und Prozesse aktiv ein und gestalten diese mit. Wir vertrauen auch auf das Wissen, die Kompetenzen und positiven Absichten anderer Menschen. Auch in Konflikten bemühen wir uns die berechtigten Interessen des Anderen zu erkennen und die Ressourcen des Nächsten als Chancen und Möglichkeiten anzuerkennen. 

UNSERE BASIS / UNSERE WERTE
In Beziehung mit Mensch und Umwelt 

Wir leben Beziehungen möglichst gerecht und gleichberechtigt. Dabei gehen wir ehrlich und authentisch miteinander um. Wir gehen immer wieder aufeinander zu, lernen voneinander und bündeln unsere Kräfte.

Die Schöpfung zu erhalten ist unser aller Auftrag. Wir sehen das Leben in jeglicher Form als wertvoll an und respektieren die Grenzen, die uns die Natur vorgibt. Wir gehen mit unseren Ressourcen verantwortungsvoll um und handeln nachhaltig. 

UNSERE BASIS / UNSERE WERTE
Einfühlungsvermögen – Handeln mit Herz und Verstand 

Wir stellen uns in den Dienst des Auftrags der Stiftung und sehen uns als einen Teil dieser großen Stiftungsgemeinschaft. Wir achten dabei auch auf uns selbst und bitten bei Bedarf aktiv um Hilfe. Der Welt begegnen wir in Demut, indem wir Grenzen akzeptieren und gleichzeitig auch wissen, dass viele Situationen von unterschiedlichen Seiten betrachtet werden müssen und wir auch mal scheitern können. Wir fühlen uns in die Lebensrealitäten der Menschen ein und öffnen unsere Herzen für die Anliegen Anderer. 

UNSERE BASIS / UNSERE WERTE
Einfachheit und Lebensfreude

Wir schauen oft auf das, was uns fehlt. Deshalb möchten wir uns immer wieder bewusst machen, dass wir für die Menschen, die uns begegnen, für die Aufgaben, die wir erfüllen und für die materiellen Ressourcen, die wir haben, dankbar sind. Wir wollen mit dem uns Möglichen mit Freude und Optimismus gemeinsam das Beste daraus machen. Einfachheit ist für uns die Chance, den Fokus auf das Wesentliche zu lenken. 

UNSERE BASIS / UNSERE WERTE
Respekt und Toleranz 

Für uns sind Respekt und Toleranz keine abstrakten Werte, sondern wir bemühen uns diese tagtäglich in der Begegnung von Mensch zu Mensch erlebbar zu machen. Wir vermeiden es, andere abzuwerten oder zu verurteilen. Wir sind neugierig die „anderen“ Positionen, das „andere“ Verhalten oder die „anders wirkenden“ Menschen kennenzulernen und zu verstehen. Vielfalt sehen wir als Bereicherung und ringen im Alltag darum, diese möglichst kraftvoll zu entfalten. 

UNSERE BASIS / UNSERE WERTE
Sorgfalt und Ausdauer

Wir begegnen den uns gestellten Aufgaben mutig und verantwortungsvoll. Wir setzen uns sorgfältig mit Themen und Anliegen auseinander, setzen transparente Ziele und lassen uns von der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit nicht von unseren Prioritäten ablenken. Herausforderungen nehmen wir mutig an, bleiben mit Ausdauer dran und kämpfen für das, was uns am Herzen liegt. Mit personellen und finanziellen Möglichkeiten gehen wir bewusst und sorgsam um, damit wir zukunftssicher bleiben. 

Handlung

OFFENHEIT DURCH KOOPERATION

Wir erkennen, dass wir den Wandel über unsere aufgabenfeld- und bereichsübergreifende Kooperation begegnen können und uns über gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen austauschen. Dies gelingt uns, indem wir offen sind für andere Sichtweisen, Erfahrungen und Ideen des Gegenübers.

Haltung

OFFENHEIT FÜR WANDEL

Wir sehen und erkennen Entwicklungspotenziale und haben den Willen diese anzugehen. Wir schauen hin, nicht weg und verstehen Wandel als Chance. „Das haben wir immer schon so gemacht“, ist ein Indiz für Entwicklungsstillstand, es sei den es hat sich bewährt. Ein jedes hat seine Zeit…

Grundannahme

OFFENHEIT IN BALANCE

Wir gehen davon aus, dass eine gesunde Balance zwischen individuellen und gemeinsamen Zielen sowie zwischen Tagesgeschäft und kultureller/inhaltlicher Weiterentwicklung erforderlich ist. Wir schätzen das Bestehende wert und fördern die Bereitschaft für Veränderung. Wir bleiben dadurch beweglich und gehen mutig neue Wege.

Handlung

VERANTWORTUNG ÜBERGEBEN

Wir übernehmen nicht nur Verantwortung, sondern übergeben diese auch. Wir entwickeln unsere Mitarbeitenden, schaffen Rahmenbedingungen und stellen die Umsetzungswerkzeuge zur Verfügung, sodass diese ihren Verantwortungsbereich gerecht werden können. Dabei schauen wir ausgehend vom großen Ganzen auf die einzelnen Verantwortungsbereiche. Verantwortung darf im Rahmen eines individuellen Entwicklungsprozesses auch eingefordert werden.

Haltung

VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Wir wollen Verantwortung übernehmen und entwickeln unser Verantwortungsbewusstsein weiter. Wir erkennen unseren Anteil an Situationen und sind uns unserer Wirkung bewusst. Wer Verantwortung übernimmt sieht etwaige unerwartete Folgen als Möglichkeit zu lernen.

Grundannahme

VERANTWORTUNG FÜR ALLE

Wir sind davon überzeugt, dass Verantwortung nicht nur Führungsaufgabe ist, sondern von allen Personen in der Stiftung getragen wird. Wenn wir den Sinn hinter unserer Aufgabe erkennen und die Möglichkeit erhalten unsere Stärken einzusetzen, dann gelingt uns verantwortliches Handeln.

Handlung

Klarheit durch KOMMUNIKATION

Wir richten unsere Aufmerksamkeit darauf, welche Informationen und Rückmeldungen für unsere Mitarbeitenden insbesondere zur Zielerreichung von Bedeutung sind. Wir sorgen für Klarheit, wenn wir unausgesprochene Erwartungshaltungen kommunizieren, die Entscheidungsprozesse transparent moderieren, Feedback geben und gezielt Lob und Kritik verteilen – der Empfänger macht die Botschaft.

Haltung

Klarheit durch eine fehlerlernkultur

Wir klären unklare Situationen sofort, erhöhen dadurch unsere Handlungssicherheit. Anstatt uns abzusichern, gelingt es uns bessere und schnellere Entscheidungen zu treffen. Wir dürfen Fehler zugeben und diese auch Anderen gegenüber einräumen. Fehler entwickeln uns – kein Mensch ist vollkommen.

Grundannahme

Klarheit durch orientierung

Wir sind davon überzeugt, dass transparente Kommunikation und die uns bekannten Leitplanken für Orientierung sorgen. Unser Leitbild, unsere strategischen Orientierungspunkte und die daraus abgeleiteten Ziele geben die Richtung vor. Wir kommunizieren nicht nur die Richtung, sondern fokussieren uns auch auf unser Warum, welches uns vereint.

Handlung

vertrauen IN MICH SELBST

Wir kennen unsere eigenen Muster, Stärken und Schwächen. Wir lassen unsere Schwächen auch zu. Dies gelingt uns durch Reflexion. Wenn wir uns auf uns selbst verlassen können, dann können wir uns auch auf andere verlassen. Wir handeln danach authentisch und zuverlässig, was unsere Vertrauensbasis fördert.

Haltung

vertrauen ERFORDERT ZUVERSICHT

Wir wissen, dass es oft entscheidend ist, den Blickwinkel auf Situationen zu ändern, um die Chancen, Möglichkeiten und das Gute zu sehen. Dieser Perspektivwechsel vermittelt Zuversicht und stärkt Vertrauen, um die Zukunft positiv gestalten zu können.

Grundannahme

Vertrauen in Andere

Wir sind davon überzeugt, dass Vertrauen nicht erst verdient werden muss. Wir geben unseren Mitarbeitenden einen Vertrauensvorschuss, sind uns den Grenzen jedoch bewusst. Wir vertrauen auf die Perspektiven unserer Mitarbeitenden. Viele Wege führen zum Ziel…

Umgebung

Als Führungskräfte…

…richten wir zukünftig den Blick, auf das, was uns stützt und trägt. Neben den starken und wandlungsfähigen Organisationsstrukturen rückt der Fokus vermehrt auf ein stabiles Wertebewusstsein. Wichtige Werte sind dabei für uns: Vertrauen, Verantwortung, Klarheit, Offenheit.

…sind wir stärker auf der menschlichen Ebene gefordert: Wir leben in einer Welt des Wandels. Megatrends, wie die zunehmende Bedeutung der Individualität, der digital-technische Fortschritt, die Auswirkungen der Demographie, der damit verbundene Arbeitskräftemangel sowie die rückläufigen öffentlichen Mittel. All dies wirkt auf die Stiftung St. Franziskus ein. Wandel erzeugt Unsicherheit. Dieser Unsicherheit begegnen wir in dem wir Zuversicht ausstrahlen, den Blick auf Chancen und Möglichkeiten richten und Fehleinschätzungen zugestehen.

Menschen

Als Führungskraft bin ich mir bewusst…

…dass Führung bei mir selbst beginnt. Mich selbst zu kennen ist entscheidend, um mich auf ein Gegenüber einlassen zu können. Erst wenn es mir selber gut geht, kann ich andere unterstützen. Selbstfürsorge ist das Schlüsselwort.

…dass Menschen vielfältig sind. Ich weiß um die Unterschiedlichkeit eines Jeden und bin mir bewusst, dass ich auf unterschiedliche Generationen, Einstellungen und Persönlichkeiten treffe. Ich stelle mir immer die Frage: Wie gelingt es, gemeinsame Ziele mit Hilfe vielfältiger Perspektiven zu erreichen?

Grundhaltung

Als Basis unseres Führungshandelns erwarten wir von unseren FührungskrÄfteN, dass…

…sie sich als ein Teil eines Ganzen sehen. Sie stellen sich in den Dienst der Menschen und des eigenen Teams und daher nicht selbst in den Mittelpunkt.

Wir erwarten, dass jeder Mitarbeitende für seine Aufgaben Verantwortung übernimmt. Damit Mitarbeitende dieser Verantwortung gerecht werden können, sorgen wir dafür, dass sie ihre Potenziale entwickeln und ihre Stärken einbringen.

…sie sich auf die individuelle Persönlichkeit und Fachlichkeit ihrer Mitarbeitenden einlassen. Sie hören neugierig zu, um die Sichtweisen und Positionen ihrer Mitarbeitenden zu verstehen, anstatt zu bewerten.

…sie konsequente Entscheidungen treffen, die die Anliegen des Einzelnen, des Teams und der Stiftung berücksichtigen. Wir respektieren die Anliegen und Bedürfnisse, jedoch sind uns bewusst, dass es dabei Grenzen gibt.
So tragen wir gemeinsam zur Erreichung bestmöglicher Ergebnisse für die Stiftung St. Franziskus bei.