Megatrends und Umfeld­dynamiken

Was um uns herum passiert und was die Zukunft fordert.

  • Individualisierung
  • Digital-technischer Fortschritt
  • Demografie
  • Arbeitskräftemangel
  • Wirkungsorientierung
  • Zunehmende Regulierung
  • Rückläufige öffentliche Mittel
  • Ambulantisierung
  • Verschwimmen der Sektoren

Strategische Orientierungs­punkte

Die mit den Megatrends skizzierten Dynamiken verstehen wir als Anforderungen für die Stiftung und deren weitere Entwicklung. Nachfolgende strategische Orientierungspunkte sind für uns zentrale Antworten, wie wir stiftungsweit damit umgehen wollen. Sie sollen uns für unsere Entwicklung richtungsweisend sein. 

1. Angebots­entwicklung

Wir entwickeln zukunftsfähige und auskömmlich refinanzierte Angebote.

Unsere Leistungserbringung sowie auch die Weiterentwicklung unserer Angebote richtet sich konsequent am Bedarf des Menschen aus. Wir wissen nicht, was für andere „Gutes Leben“ bedeutet. Unsere Fachkompetenz besteht aber darin, anderen behilflich zu sein, das für sich herauszufinden, um möglichst selbstbestimmt leben zu können. Um dies sicherzustellen legen wir unserem Tun professionelle soziale Handlungskonzepte zugrunde und etablieren diese in der Organisation. Hieran richten wir unsere Leistungserbringung und auch die Entwicklung unserer Angebote aus.

Wir stellen uns dem Spannungsfeld zunehmender gesellschaftlicher Bedarfe und schwindender finanzieller sowie personeller Ressourcen. Wir entwickeln zukunftsfähige und bedarfsgerechte Angebote im Sozialraum und bringen uns in die Caring-Communities vor Ort als kompetente Partner ein.

Um eine gute Versorgung für die Menschen abzusichern, setzen wir auf Kooperation und Absprache mit anderen Partnern und darauf, dass die sozialen Dienstleistungen immer stärker im Welfare-Mix erbracht werden. Wir treten als kompetenter Partner im Sozialraum auf, sind uns unseren unterschiedlichen Rollen bewusst und fordern die Verantwortung der Akteure im Sozialraum aktiv ein, dies gilt insbesondere für die gesetzlich verankerte Verantwortung der Leistungsträger bzw. der Kommunen.

Gemeinsam mit den Partnern im Sozialraum, wollen wir Versorgungslücken schließen, statt durch Konkurrenz um Personal oder Belegung weitere Lücken zu reißen. Um wirtschaftlich im Sozialraum agieren und den sich stetig ändernden Bedürfnissen der Menschen dort passgenaue und wirtschaftlich abbildbare Leistungen anbieten zu können, denken und entwickeln wir Leistungen für die Menschen über die bislang auch in den Sozialgesetzbüchern getrennten Hilfefeldern hinweg und weisen auf Fehlanreize in den bestehenden Leistungssystemen hin.

Gleichzeitig werden wir zentrale Angebote vorhalten, soweit die spezifischen Bedarfe der Menschen dies erforderlich machen, weil weder notwendige Kompetenz noch Infrastruktur flächendeckend in den Sozialräumen vorgehalten werden kann.

Mit den Leistungsträgern und Aufsichtsbehörden setzen wir uns ausdauernd um die formale Anerkennung unserer Angebote sowie um die auskömmliche Finanzierung ein.

Wachstum bedeutet für uns nicht nur Größen- bzw. Umsatzwachstum, sondern auch qualitatives Wachstum. Wachstum ist für uns kein Selbstzweck, sondern allenfalls Mittel zum Zweck. D.h. wir verfolgen Wachstum nicht als eigenständiges Ziel. Soweit Wachstum die Nutzung von Synergien ermöglicht und somit die Aufrechterhaltung unserer Angebote langfristig sichert, wollen wir zur Deckung der Bedarfe der Menschen entsprechend unseres Auftrages auch wachsen. Hierbei behalten wir aber stets die Machbarkeit im Blick und beziehen hierzu klar Stellung. Wir erkennen die Personalverfügbarkeit und begrenzten Refinanzierungsbedingungen als hier stark einschränkende Faktoren.

Dabei investieren wir unsere Ressourcen in Leistungen, die unseren Kernkompetenzen entsprechen und in Regionen, in denen wir als Stiftung bereits vertreten sind. Investitionen in Gebäude und Infrastruktur erfolgen ausschließlich in den Kernregionen und ggfs. auf Grundlage unserer Kernkompetenzen unserer Leistungsbereiche.   

Themenhüter Angebotsentwicklung

Martin Bantle

2. Digitalisierung

Wir nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung und der Informationstechnologie für die Menschen 

Wir nutzen konsequent die Möglichkeiten der Technik und der Digitalisierung, um Teilhabe der Menschen technisch zu unterstützen, Personal zu entlasten und wirtschaftlichen Druck zu reduzieren.

Gerade bei der Entwicklung neuer Angebote wird von Beginn an alles, was sinnvoll möglich ist, digitalisiert. Zusätzlich wird hierbei gezielt unterstützende Technik überall dort, wo dies wirtschaftlich darstellbar ist, eingeplant.

Auch bei bestehenden Angeboten sowie in unseren Verwaltungs- und Versorgungsbereichen nutzen wir die IT, um Kosten zu senken. Wir nutzen die digitalen Möglichkeiten, um Teilhabe zu erleichtern sowie neue Formen der Arbeit zu unterstützen. Durch digitale Möglichkeiten optimieren wir Prozesse und reduzieren somit den administrativen Aufwand.

Digitalisierung hat für uns keinen Selbstzweck und wir setzen nicht alles um, was möglich wäre, sondern jenes, was uns entlastet oder unsere Arbeitsergebnisse verbessern hilft.

Den Überblick über die stiftungsweiten Digitalisierungsaktivitäten behalten wir im Digi-Board. 

Themenhüter Digitalisierung

Axel Buchinger

3. Personal­bindung und -gewinnung

Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber, für den sich Menschen gerne engagiert einsetzen.

Wir sind ein engagierter Arbeitgeber, von dem unsere Mitarbeitenden gerne erzählen und im eigenen Umfeld stolz berichten können. Wir möchten eine Gemeinschaft sein, in der Menschen gerne sind und bleiben. Jeder soll den Nutzen des eigenen Handelns und den Sinn unserer wichtigen Arbeit im Alltag erkennen können. Wir bieten faire Arbeitsbedingungen und moderne Arbeitsweisen. Wir gestalten außerdem bewusst Raum und Möglichkeiten für Entlastung. Um unsere Angebote auch in Zukunft umfassend aufrecht erhalten zu können, suchen und nutzen wir die Potenziale der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes. Überall dort, wo es sinnvoll möglich ist und uns Ehrenamtliche für die Arbeit mit und am Menschen zur Verfügung stehen, binden wir diese ebenso gerne ein. Menschen, die bei uns arbeiten wollen, unterstützen und fördern wir auch unabhängig von ihrer bisherigen Qualifikation und Herkunft und leisten hierfür eine fachgerechte Einarbeitung sowie laufend Fort- und auch Weiterbildungen zur Erlangung des notwendigen Wissens und hilfreicher Kompetenzen, so dass alle ihrer Aufgabe gerecht werden können. Ein engagierter Arbeitgeber braucht engagierte Mitarbeitende. Wir setzen daher auf Mitarbeitende, die ihr Potenzial ausschöpfen und formulieren klare Erwartungen an Leistung und Verantwortung unserer Mitarbeitenden, wobei wir gleichzeitig sicherstellen, dass die Arbeit für den Mitarbeitenden leistbar bleibt. Damit gehen wir in Zeiten akuten Arbeitskräftemangels davon aus, gemeinsam ausreichend stark aufgestellt zu sein, um allen Anforderungen an die Erbringung bedarfsgerechter Leistungen für die Menschen gerecht werden zu können. 

Themenhüterin Personalbindung
und -gewinnung

Julia Müller

Themenhüterin Personalbindung
und -gewinnung

Daniela Martocchia

4. Finanzierung inkl. Drittmittel­akquise

Wir wirtschaften verantwortungsvoll und fordern auskömmliche Finanzierungen

Bei den Leistungsträgern und Aufsichtsbehörden setzen wir uns für eine auskömmliche Finanzierung unserer Angebote sowie den damit verbundenen Risiken ein. Dies fordern wir gemeinsam mit unseren Partnern, wie zum Beispiel mit dem DiCV und der Liga und machen in Politik und Gesellschaft unsere Rahmenbedingungen transparent. Wir setzen uns auch für angemessene Qualitätsanforderungen ein, die auch realistisch leistbar sind. Unsere Finanzierung ist dann auskömmlich, wenn sie die erforderlichen Kosten der Leistungserbringung des jeweiligen Angebots deckt und zusätzlich die Zukunftsfähigkeit und damit Nachhaltigkeit der Leistungserbringung und somit der Stiftung sichert. Dies bedeutet, dass sie genügend Spielraum für die Entwicklung neuer Leistungsangebote ermöglicht und gleichzeitig eine angemessene Risikoabsicherung beinhaltet. In Ergänzung zur Regelfinanzierung (Entgelte und auch Darlehen) bemühen wir uns aktiv um Drittmittel z.B. aus Förderstiftungen und Projektförderungen (z.B. Europäischer Sozialfond, Bund, Land, Kommune). Ebenso betreiben wir ein engagiertes, faires Fundraising und werben um sonstige Zuwendungen. Mit unseren Ressourcen, dem Einsatz von Betrieb- und Hilfsmitteln, sowie dem Einkauf von Waren gehen wir gemeinsam verantwortungsvoll um.

Dies alles ist die Grundlage, damit wir in der Stiftung Substanz erhalten, zahlungsfähig bleiben und unsere Leistungen auch verlässlich in die Zukunft führen können. 

Themenhüterin Finanzierung

Miriam Vogt

Themenhüter Finanzierung

Jörg Schanz

5. Kultur- und Organisations­entwicklung

Wir entwickeln uns als Stiftung kontinuierlich weiter und gestalten eine menschenfreundliche Kultur der Zusammenarbeit und des Zusammenlebens 

Alles hat seine Zeit und schon in unserer Satzung ist eine notwendige Weiterentwicklung unserer Stiftung verankert, um zeitgemäße Angebote für die Menschen leisten zu können. In einer immer schnelllebigeren und dynamischen Zeit scheint es uns absolut notwendig immer wieder kritisch zu hinterfragen, ob wir noch auf Kurs liegen und mit unseren Angeboten die Bedarfe der Menschen treffen. Mit der „Kommission Stiftungskompass“ sowie der „stiftungsweiten Wegweiser-Arbeitsgruppe“ sind wir kontinuierlich in den Dimensionen Organisation und Kultur sowohl reflektierend, als auch gestaltend aktiv.

In der gemeinsamen Arbeitskultur hat für uns der Zusammenhalt unserer Dienstgemeinschaft und das stiftungsweite Wir-Gefühl eine besondere Bedeutung. Unsere im Leitbild definierten Werte und die daraus abgeleiteten Wegweiser für eine wertschätzende Zusammenarbeit leiten uns in Richtung eines würdevollen Miteinanders und einer menschenfreundlichen Kultur der Zusammenarbeit. Wir setzen uns stiftungsweit über alle Organisationsebenen für einen kollegialen Umgang und ein wertschätzendes sowie unterstützendes Miteinander ein. Dafür stellen wir Ressourcen zur Verfügung.

Möglichst klare Zuständigkeitsfelder für zu leistende Beiträge zu den übergeordneten Zielen sowie die Verantwortung für die gemeinsam erzielten Ergebnisse sind für uns grundlegende Organisationsprinzipien – von der einzelnen Stelle eines Mitarbeitenden bis hin zu ganzen Aufgabenfeldern und Referaten. Dort wo wir organisatorisch Bereiche trennen, definieren wir im Gegenzug die Voraussetzungen für eine gelingende Zusammenarbeit. Bei allen Tätigkeiten, die nicht direkt am Menschen erbracht werden, bündeln wir die Aufgaben und somit die Kompetenz, um Synergien zu nutzen und möglichst effizient arbeiten zu können. Wir streben nach größtmöglicher Unterstützung der unmittelbaren Leistungserbringung mit Blick auf den Mehrwert für unsere Klienten und gehen dabei sehr verantwortungsvoll mit den eingesetzten Ressourcen um.

Konflikte gehen wir konstruktiv an und organisieren bei Bedarf notwendige interne oder externe Unterstützung. Wir bieten allen Mitarbeitenden die Möglichkeit eines Perspektivwechsels innerhalb der Stiftung, von unseren Führungskräften erwarten wir dies.

Wir treffen Entscheidungen möglichst nicht hierarchisch und auch nicht basisdemokratisch. Wir wissen, dass Widersprüche nicht gänzlich aufgelöst werden können und treffen daher Entscheidungen dann, wenn es keine schwerwiegenden und begründeten Einwände mehr gibt (Konsent-Verfahren). Wenn eine Entscheidung getroffen ist, erwarten wir von allen, dass Sie zu der getroffenen Entscheidung stehen. 

Themenhüterin Kultur- und Organisationsentwicklung

Andrea Weidemann

Themenhüter Kultur- und Organisationsentwicklung

Stefan Guhl

Themenhüterin Kultur- und Organisationsentwicklung

Lisa Schreijäg

Wegweiser für eine gemeinsame Arbeitskultur

Mit den Wegweisern wollen wir unsere Arbeitskultur in der Stiftung 
St. Franziskus aktiv gestalten. Es ist wichtig, dass die Wegweiser offen formuliert sind – so können sie individuell gelebt werden. Die Wegweiser sollen zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Probieren Sie sie gerne auf unterschiedliche Art und Weise aus. Sie sollen helfen, das Vertrauen untereinander zu stärken. Wir laden Sie herzlich ein, die Wegweiser jeden Tag in Ihrer Arbeit umzusetzen und zu leben!

Wir gestalten aktiv gemeinsame Wege der Lösungsfindung. 

+ Die richtigen Personen, zur richtigen Zeit, am richtigen Tisch.
+ Egal ob Chef oder nicht: Auf das, was die Person weiß und kann, kommt es an.

  • Ich springe einfach mal ins kalte Wasser.
  • Ich traue mir selbst etwas zu.
  • Ich suche selbst aktiv mögliche Lösungswege.
  • Ich kontaktiere die passenden Personen zu dem Thema.

Wir respektieren die Fachlichkeit unseres Gegenübers und vertrauen auf dessen Wissen. 

+ Man kann und muss nicht alles wissen; frag‘ einfach jemanden, der sich damit auskennt! 
+ Vertrauen auf die Kompetenzen der Fachleute in unserer Stiftung zahlt sich aus und spart Zeit. 

  • Ich frag mal nach!
  • Ich bin mir meiner Stärken und Kompetenzen bewusst, weiß aber auch, was ich nicht kann.
  • Ich bin gespannt auf die andere Meinung oder Perspektive. 

Wir gehen mutig und experimentierfreudig voran.

+ Einfach mal machen: „Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten!“
+ Keine Angst – es darf auch mal etwas schief gehen!

  • Ich trau‘ mich was und bin mutig. 
  • Ich darf Fehler machen und zugeben. 
  • Ich plane nicht alles zu Tode, bevor ich los gehe. 
  • Ich will unsere Stiftung voranbringen. 
  • Ich frag mal nach!
  • Ich bin mir meiner Stärken und Kompetenzen bewusst, weiß aber auch, was ich nicht kann. 
  • Ich bin gespannt auf die andere Meinung oder Perspektive. 

Wir sehen nicht nur unseren eigenen Arbeitsbereich, sondern kooperieren und handeln bewusst gemeinsam. 

+ Raus aus dem Silo, rein in die Kooperation. 
+ Zusammen ist man weniger allein – und stärker!

  • Ich will wissen, was du darüber denkst. 
  • Ich überlege mit, wen es noch betrifft.
  • Ich ziehe rechtzeitig betroffene Abteilungen und Personen hinzu.
  • Ich freue mich über eine gemeinsame, klare Richtung.

Gelassenheit und Freude helfen uns!

+ Ist das Glas halb voll oder halb leer? 
+ Es kommt auf mich an, aber es hängt nicht von mir ab. 

  • Ich fokussiere mich auf das Positive und blicke nach vorne.  
  • Ich akzeptiere, dass es auch schlechte Tage gibt.
  • Ich vertraue auf das Licht am Ende des Tunnels…

Wegweiser für eine gemeinsame Führungskultur

„Führung hängt für uns daher von unserer persönlichen GRUNDHALTUNG beim Führen und der Würdigung der Individualität des MENSCHEN ab. Führung wird zudem von der UMGEBUNG beeinflusst, in der wir agieren.“

— Andrea Weidemann und Stefan Guhl

Eine gemeinsame Basis trägt uns

Ausgangspunkt unseres Handelns ist das christliche Menschenbild, welches auf dem Glauben basiert, dass jeder Mensch einzigartig ist. Wir sind überzeugt, dass jedem Menschen ein Wert innewohnt und ihm dadurch seine Bedeutung zukommt.

„Vertrauen entsteht nicht dadurch was ich sage, sondern wie ich meinen Mitmenschen begegne, was ich tue.“

Vertrauen

„Klarheit entsteht, wenn wir etwas Unbekanntes

zu etwas Bekanntem machen.“

Klarheit

…ist alles andere als eine Einbahnstraße (#WIR)

Verantwortung

Offenheit entsteht, wenn wir uns Entwicklungen stellen und 
heute schon an morgen denken.

Offenheit

Handlung

OFFENHEIT DURCH KOOPERATION

Wir erkennen, dass wir den Wandel über unsere aufgabenfeld- und bereichsübergreifende Kooperation begegnen können und uns über gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen austauschen. Dies gelingt uns, indem wir offen sind für andere Sichtweisen, Erfahrungen und Ideen des Gegenübers.

Haltung

OFFENHEIT FÜR WANDEL

Wir sehen und erkennen Entwicklungspotenziale und haben den Willen diese anzugehen. Wir schauen hin, nicht weg und verstehen Wandel als Chance. „Das haben wir immer schon so gemacht“, ist ein Indiz für Entwicklungsstillstand, es sei den es hat sich bewährt. Ein jedes hat seine Zeit…

Grundannahme

OFFENHEIT IN BALANCE

Wir gehen davon aus, dass eine gesunde Balance zwischen individuellen und gemeinsamen Zielen sowie zwischen Tagesgeschäft und kultureller/inhaltlicher Weiterentwicklung erforderlich ist. Wir schätzen das Bestehende wert und fördern die Bereitschaft für Veränderung. Wir bleiben dadurch beweglich und gehen mutig neue Wege.

Handlung

VERANTWORTUNG ÜBERGEBEN

Wir übernehmen nicht nur Verantwortung, sondern übergeben diese auch. Wir entwickeln unsere Mitarbeitenden, schaffen Rahmenbedingungen und stellen die Umsetzungswerkzeuge zur Verfügung, sodass diese ihren Verantwortungsbereich gerecht werden können. Dabei schauen wir ausgehend vom großen Ganzen auf die einzelnen Verantwortungsbereiche. Verantwortung darf im Rahmen eines individuellen Entwicklungsprozesses auch eingefordert werden.

Haltung

VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Wir wollen Verantwortung übernehmen und entwickeln unser Verantwortungsbewusstsein weiter. Wir erkennen unseren Anteil an Situationen und sind uns unserer Wirkung bewusst. Wer Verantwortung übernimmt sieht etwaige unerwartete Folgen als Möglichkeit zu lernen.

Grundannahme

VERANTWORTUNG FÜR ALLE

Wir sind davon überzeugt, dass Verantwortung nicht nur Führungsaufgabe ist, sondern von allen Personen in der Stiftung getragen wird. Wenn wir den Sinn hinter unserer Aufgabe erkennen und die Möglichkeit erhalten unsere Stärken einzusetzen, dann gelingt uns verantwortliches Handeln.

Handlung

Klarheit durch KOMMUNIKATION

Wir richten unsere Aufmerksamkeit darauf, welche Informationen und Rückmeldungen für unsere Mitarbeitenden insbesondere zur Zielerreichung von Bedeutung sind. Wir sorgen für Klarheit, wenn wir unausgesprochene Erwartungshaltungen kommunizieren, die Entscheidungsprozesse transparent moderieren, Feedback geben und gezielt Lob und Kritik verteilen – der Empfänger macht die Botschaft.

Haltung

Klarheit durch eine fehlerlernkultur

Wir klären unklare Situationen sofort, erhöhen dadurch unsere Handlungssicherheit. Anstatt uns abzusichern, gelingt es uns bessere und schnellere Entscheidungen zu treffen. Wir dürfen Fehler zugeben und diese auch Anderen gegenüber einräumen. Fehler entwickeln uns – kein Mensch ist vollkommen.

Grundannahme

Klarheit durch orientierung

Wir sind davon überzeugt, dass transparente Kommunikation und die uns bekannten Leitplanken für Orientierung sorgen. Unser Leitbild, unsere strategischen Orientierungspunkte und die daraus abgeleiteten Ziele geben die Richtung vor. Wir kommunizieren nicht nur die Richtung, sondern fokussieren uns auch auf unser Warum, welches uns vereint.

Handlung

vertrauen IN MICH SELBST

Wir kennen unsere eigenen Muster, Stärken und Schwächen. Wir lassen unsere Schwächen auch zu. Dies gelingt uns durch Reflexion. Wenn wir uns auf uns selbst verlassen können, dann können wir uns auch auf andere verlassen. Wir handeln danach authentisch und zuverlässig, was unsere Vertrauensbasis fördert.

Haltung

vertrauen ERFORDERT ZUVERSICHT

Wir wissen, dass es oft entscheidend ist, den Blickwinkel auf Situationen zu ändern, um die Chancen, Möglichkeiten und das Gute zu sehen. Dieser Perspektivwechsel vermittelt Zuversicht und stärkt Vertrauen, um die Zukunft positiv gestalten zu können.

Grundannahme

Vertrauen in Andere

Wir sind davon überzeugt, dass Vertrauen nicht erst verdient werden muss. Wir geben unseren Mitarbeitenden einen Vertrauensvorschuss, sind uns den Grenzen jedoch bewusst. Wir vertrauen auf die Perspektiven unserer Mitarbeitenden. Viele Wege führen zum Ziel…

Umgebung

Als Führungskräfte…

…richten wir zukünftig den Blick, auf das, was uns stützt und trägt. Neben den starken und wandlungsfähigen Organisationsstrukturen rückt der Fokus vermehrt auf ein stabiles Wertebewusstsein. Wichtige Werte sind dabei für uns: Vertrauen, Verantwortung, Klarheit, Offenheit.

…sind wir stärker auf der menschlichen Ebene gefordert: Wir leben in einer Welt des Wandels. Megatrends, wie die zunehmende Bedeutung der Individualität, der digital-technische Fortschritt, die Auswirkungen der Demographie, der damit verbundene Arbeitskräftemangel sowie die rückläufigen öffentlichen Mittel. All dies wirkt auf die Stiftung St. Franziskus ein. Wandel erzeugt Unsicherheit. Dieser Unsicherheit begegnen wir in dem wir Zuversicht ausstrahlen, den Blick auf Chancen und Möglichkeiten richten und Fehleinschätzungen zugestehen.

Menschen

Als Führungskraft bin ich mir bewusst…

…dass Führung bei mir selbst beginnt. Mich selbst zu kennen ist entscheidend, um mich auf ein Gegenüber einlassen zu können. Erst wenn es mir selber gut geht, kann ich andere unterstützen. Selbstfürsorge ist das Schlüsselwort.

…dass Menschen vielfältig sind. Ich weiß um die Unterschiedlichkeit eines Jeden und bin mir bewusst, dass ich auf unterschiedliche Generationen, Einstellungen und Persönlichkeiten treffe. Ich stelle mir immer die Frage: Wie gelingt es, gemeinsame Ziele mit Hilfe vielfältiger Perspektiven zu erreichen?

Grundhaltung

Als Basis unseres Führungshandelns erwarten wir von unseren FührungskrÄfteN, dass…

…sie sich als ein Teil eines Ganzen sehen. Sie stellen sich in den Dienst der Menschen und des eigenen Teams und daher nicht selbst in den Mittelpunkt.

Wir erwarten, dass jeder Mitarbeitende für seine Aufgaben Verantwortung übernimmt. Damit Mitarbeitende dieser Verantwortung gerecht werden können, sorgen wir dafür, dass sie ihre Potenziale entwickeln und ihre Stärken einbringen.

…sie sich auf die individuelle Persönlichkeit und Fachlichkeit ihrer Mitarbeitenden einlassen. Sie hören neugierig zu, um die Sichtweisen und Positionen ihrer Mitarbeitenden zu verstehen, anstatt zu bewerten.

…sie konsequente Entscheidungen treffen, die die Anliegen des Einzelnen, des Teams und der Stiftung berücksichtigen. Wir respektieren die Anliegen und Bedürfnisse, jedoch sind uns bewusst, dass es dabei Grenzen gibt.
So tragen wir gemeinsam zur Erreichung bestmöglicher Ergebnisse für die Stiftung St. Franziskus bei.